Haus Wien 7, Neubaugasse 16

Da sind im Vorbeiradeln in meinem Augenwinkel Pferdedarstellungen an einer Hausfassade aufgetaucht. Das musste ich mir näher ansehen. Es war das Haus Neubaugasse 16. Es trägt den Namen „zu den 9 Churfürsten“. Markant ist die Reiterskulptur über dem Portal und die acht Reiterreliefs an der Fassade. Zurück geht der Name auf die ursprünglich sieben, später neun Kurfürsten die das Recht zur Kaiserwahl übertragen bekamen. Das Haus wurde 1820 als Mietshaus errichtet. Hinweis auf Bauherren, Architekten oder Steinbildhauer konnte ich nicht finden. Aber einfach nett anzusehen – oder?

Die Zacherlfabrik in Wien Döbling

Wer in Döbling durch die Nusswaldgasse geht, steht bei Nummer 14 plötzlich vor einem fremdartig anmutenden Gebäude. Es ist die Zacherlfabrik. Johann Zacherl, der seit 1842 mit Insektenpulver aus Georgien handelte begann 1870 selbst das „Zacherlin“ genannte Insectenpulver herzustellen. Sein Sohn Johann Evangelist Zacherl baute einen internationalen Vertrieb auf und erweiterte die Fabrik. Der Verwaltungstrakt wurde 1888 – 1892 nach dem Entwurf von Hugo von Wiedenfeld von Karl Mayreder im orientalischen Stil errichtet.

das Palais des Beaux Arts in der Löwengasse

Das Palais des Beaux Arts ist ein Wohn- und Bürohaus in der Löwengasse 47, im dritten Bezirk in Wien. Es wurde 1908 – 1909 von Anton und Josef Drexler entworfen und errichtet. Die Formensprache verwendet Elemente des Späthistorismus aber vor Allem auch des Jugendstiles. Das Erscheinungsbild des Eckhauses Löwengasse / Paracelsusgasse gegenüber des Rudolf von Alt Platzes wird dominiert durch die gerundete Ecklösung mit aufgesetztem Turm und zahlreichen Gestaltungselementen. Die Fassaden sind durch Erker gegliedert die mit dekorativen Reliefs verziert sind.

Das Palais Sturany am Schottenring 21

Das repräsentative Palais Sturany am Schottenring 21 wurde als Wohnhaus für den Hofbaumeister Johann Sturany im Jahr 1873 errichtet. Johann Sturany war höchst erfolgreich als Baumeister und Architekt der Ringstraßenära. Die gemeinsame Firma mit seinem Sohn: Moritz und Johann Sturany plante und errichtete viele Projekte dieser Zeit. Interessanterweise plante er sein Palais nicht selbst, sondern stammte der Entwurf von den berühmten Architekten Ferdinand Fellner und Hermann Helmer. Auffallend ist, dass die Ausführung der Fassade in Sichtstein erfolgte und nicht wie üblich verputzt ist.

Haus 1150 Wien Rauchfangkehrergasse 4

In der Rauchfangkehrergasse 4, unmittelbar beim Sparkassaplatz im 15. Bezirk, steht dieses historische Gebäude. Das klassische Mittelzinshaus aus der Gründerzeit wurde 1897, geplant von Architekt Wendelin Kienzle, errichtet. Nach Revitalisierung und dezentem Dachausbau strahlt es in neuem Glanz.
Ob die Gestaltung mit den sechs Szenen-Reliefs einen speziellen Bezug zur Nutzung oder den ursprünglichen Nutzern des Hauses hatte, konnte ich nicht herausfinden.
Die Mutter-Gottes-Darstellung sollte das Haus und seine Bewohner wohl unter Ihren Schutz stellen.

Das Zacherlhaus im 1. Bezirk

In Bestlage in der Wiener Innenstadt, in der Brandstätte vom Bauernmarkt bis zum Wildpretmarkt, steht es, das sogenannte „Zacherlhaus“. Auftraggeber war Johann Evangelist Zacherl, der als Industrieller mit Herstellung und Vertrieb von Insektenpulver vermögend geworden war. Das Haus wurde in den Jahren 1903 -1905 errichtet. Architekt war der Otto Wagner Schüler Josef Plecnik. Die Figur an der Fassade, gestaltet von Ferdinand Andri, stellt den Erzengel Michael dar. Die Karyatiden die das ausladende Sims tragen, sind von Franz Metzner. Wenn man mit den secessionistischen Gebäuden dieser Zeit vergleicht, so erscheint dieses Haus zurückhaltend und elegant.
Hier der link zu historischem zu Zacherl und dem Haus: https://www.oeaw.ac.at/…/Ins…/INZ/Bio_Archiv/bio_2013_06.htm

der Margaretenbrunnen im 5. Bezirk in Wien

Der Margaretenbrunnen am Margaretenplatz. Er wurde 1836 eingeweiht. Die damals selbständige Gemeinde Margareten wollte Kaiser Franz I. Ihre Dankbarkeit für die gestattete Benützung der Siebenbrunner Hofwasserleitung ausdrücken. (siehe Aufschrift auf der Tafel) Der Brunnen war bis 1843 die einzige öffentliche Wasserquelle in dieser Gegend.
Die Figur der über den Drachen triumphierenden heiligen Margareta von Antiochia, die auch Namensgeberin der ehemaligen Ortschaft ist, stammt von Johann Nepomuk Schaller. Die Brunnenanlage steht unter Denkmalschutz.

der Margaretenhof im 5. Bezirk in Wien

Der Margaretenhof ist das dominierende Gebäude am Margaretenplatz im fünften Bezirk in Wien. Er wurde in den Jahren 1884 – 1885 von den Architekten Ferdinand Fellner und Hermann Helmer errichtet. Fellner / Hellmer waren vor Allem als Theaterarchitekten weithin bekannt. In Wien zählen etwa das Ronacher, das Volkstheater und das Konzerthaus zu Ihren Werken. Aber Ihr Oevre umfasst auch zahlreiche Wohn- und Repräsentationsbauten.
Markant an diesem Projekt sind die Ecktürme, die Metallapplikationen im Bereich der Loggien im Hochparterre und die reich gegliederte Fassadenstruktur. Hier wechseln Putzfassade mit Backsteinmauerwerk und Fensterumrahmungen. Das Objekt wurde 1981 – 1984 aus Mitteln des Altstadterhaltungsfonds stilgerecht wiederhergestellt.

Secessionismus am Mariahilfer Gürtel

Das auffallende Eckhaus Sechshauserstraße / Mariahilfer Gürtel ist ein secessionistischer Bau des damals erst achtundzwanzigjährigen Wagner-Schülers Ludwig Seiz aus dem Jahr 1900. Das Haus wurde 2018 aufwendig restauriert und bringt die historische Gestaltung in frischem Glanz zur Geltung. Dabei wurden historische Quellen zum ursprünglichen Erscheinungsbild zu Rate gezogen. Zwei Gedenktafeln erinnern an den burgenländischen Mundartdichter Josef Reichl, der in diesem Haus starb.

das Gartenpalais Liechtenstein im 9. Bezirk

Das Gartenpalais Liechtenstein ist ein barockes Palais an der Fürstengasse im 9. Wiener Gemeindebezirk. Das Palais wurde um 1700 erbaut. Nachdem bereits 1688 in einem Wettbewerb Johann Bernhard Fischer von Erlach mit seinem Projekt ausgeschieden war, wurde das Projekt von Domenico Egidio Rossi realisiert, wobei dann jeweils unterschiedliche Architekten und zahlreiche Kunsthandwerker an dem Projekt weiter arbeiteten. Die Fertigstellung dürfte etwa 1709 erfolgt sein.
2011 wurde das Palais renoviert und als Museum der fürstlichen Sammlung dem Publikum geöffnet. Bereits 2012 wurde der Museumsbetrieb wegen zu geringer Besucherzahlen wieder beendet. Das Palais kann für Veranstaltungen gemietet werden.